Kochen und Kühlen

Die Arbeitsweise der Absorptionskälteanlage ist abhängig von Oberfläche und einem (trägen) chemisch-physikalischen Prozess. Deswegen ist sie, industriell gesehen, ein Nischenprodukt. Dennoch sollte diese Technologie in die Planungen miteinbezogen werden, da sie – wenn sie eingesetzt werden kann – viele Vorteile bietet. Die benötigten Ressourcen sind Wärme und Kühlwasser und Strom für die Pumpen.

Ein Absorber ist ein „Wärmetransformator“ – kein „Wärmeverbraucher“
Die Prinzipien „Absorption“ und „Adsorption“ sind voneinander abzugrenzen wie folgt: „A-d-sorption“ bezeichnet die Anlagerung eines Stoffes an einen anderen Stoff, sie ist heute eine Nischenanwendung für kleine Leistungen. „A-b-sorption“ bezeichnet die Aufnahme eines Stoffes durch einen anderen Stoff. Diese Technik ist kommerziell durch alle Leistungsgrößen und Temperaturbereiche interessant. Die Absorption arbeitet also mit einem Stoffpaar. Etablierte Stoffpaare sind:

 

Lithiumbromid/Wasser
LiBr – Absorption, Quelle: Johnson Controls

Lithiumbromid / Wasser

… bis 5.000 kW in Serie gebaut, liefern die Anlagen Kaltwasser bis minimal +4°C, neuerdings auch tiefer. Wasser ist Kältemittel, Lithiumbromid ist Lösungsmittel. Unten ist eine schematische Skizze zu sehen.
Lithiumbromid2

YHAU-Brine-Flyer

Ammoniak/Wasser
NH3/H2O – Absorption, Quelle: Mattes Engineering

Ammoniak / Wasser

…für Anlagen beliebiger Größe ab -60°C aufwärts. Bei guter Planung ist es sinnvoll und möglich, eine Absorptionskälteanlage in eine bestehende Kälteanlage zu integrieren, um Wirkungsgrad und Einsatzzeit zu steigern und dem Absorber innerhalb der Anlage für weitere Aufgaben zu nutzen.